Gastkommentar ;)

Hier ein „Gastkommentar“ von Franziska aus Halle, die mit ihrem Hund Flynn beim „TT-Wochenende“ in der Mantrailergruppe trainierte:

Am vorletzten Novemberwochenende hatten die Trümmerer und Mantrailer der Rettungshunde Ostthüringen zu einem gemeinsamen Trainingswochenende geladen und so machten sich Flynn und ich am Samstagmorgen auf, um einmal unter der Anleitung von erfahreneren Trailern zu arbeiten. Durch (für mich glückliche) Verhinderungen anderer Trailingteams kam ich in den Genuss, der einzige auswärtige Teilnehmer zu sein :)

Bei allerbestem Wetter trafen sich zunächst alle Teams (sowohl Trümmer als auch Trailer) in einem alten Hotelkomplex. Zunächst begannen wir mit einer Bestandsaufnahme – wo stehen wir momentan, wo liegen die Schwierigkeiten, wo möchte man hin? – und eine erste Besichtigung und anschließender Reflexion unserer Vorgehensweise durch Jule und Jeremias, die Ausbilder dieses Wochenendes. Hierauf arbeiteten wir Earl und Paula, die mit ihren Hundeführern Jule und Jeremias mittlerweile prüfungsfertig sind. Schon in diesen ersten Durchläufen konnte ich eine Menge mitnehmen und überlegen, was davon auch für mich und Flynn sinnig wäre. Dieser erste Tag war dann meinerseits geprägt von „Hund top – Hundeführer noch eher Flop“ 😉 Zusammen mit Jeremias und Jule erarbeitete ich mir ein Startritual und arbeitete sowohl an meiner Leinenführung als auch an der Geschwindigkeit und damit Konzentration des Trails. Nach der Mittagspause setzten wir Trailer um in ein nahe gelegenes Dorf, wo wir für alle Hunde noch ein paar kurze Einheiten und Motivationsrunden

machten. Mannomann – sowohl Hund als auch ich waren mehr als platt nach diesem intensiven Tag! Bei einem gemeinsamen (wirklich hervorragenden) Essen trafen wir wieder auf die Trümmertruppe und ließ den Tag ausklingen.

Am Sonntag machten wir Trailer direkt von Anfang an unser eigenes Ding 😉 Erneut fuhren wir in „bewohntes Gebiet“ nach Elsterberg. Hier war es schon deutlich anspruchsvoller für die Hunde, da neben mehr Publikumsverkehr auch die Geruchswelt deutlich abwechslungsreicher war als noch am Vortag. Doch alle drei machten einen unglaublich tollen Job und waren trotz der immensen Anstrengung der zwei Tage konzentriert und bis zum Schluss sehr diszipliniert und freudig bei der Sache – wir wurden alle wieder gefunden 😉

Für mich als Neuling im Trailen war es unglaublich spannend zu sehen, wo die Unterschiede zur Flächensuche liegen. Die Verfolgung des Trails ist doch für Hund und Hundeführer noch einmal eine andere Nummer und erfordert enorm viel Disziplin, Reaktionsschnelligkeit und Weitblick. Auch wie sich Gerüche verfangen, weitertreiben und sich der Trail entwickelt, lässt sich sehr eindrucksvoll beobachten, wenn man direkt am Hund dran hängt 😉 Besonders gefreut habe ich mich darüber, zu sehen, welche Freude Flynn an der Arbeit hatte und wie absolut platt, aber zufrieden er besonders nach dem ersten Tag war. Mantrailing ist eine genauso wunderbare, aber auch mindestens genauso verantwortungsvolle Ausbildungsmöglichkeit wie die Flächen- oder Trümmersuche und es überrascht nicht, dass die Ausbildung gerne 3 Jahre dauern kann. Umso mehr freut es einen, wenn der eigene Hund so zielstrebig und ganz offensichtlich voll bei der Sache einer Spur folgt.

Jule, Jeremias, ich habe mich ja schon bedankt – kann das an dieser Stelle aber noch einmal wiederholen: das Wochenende war etwas wirklich Besonderes für mich und hat mich und Flynn sehr weitergebracht. Wie besprochen werde ich sehr gerne bald regelmäßig zu euch kommen, damit der Krötenkopf und ich weiterkommen :)

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