Theorieschulung

Heute war es wieder so weit – die alljährliche Theorieschulung fand statt. Wie immer wenn man hört „Theorie“ denkt man sich „schon wieder?“ oder „wie langweilig“ oder „warum müssen wir das denn so oft wiederholen?“ oder oder oder…

Doch es kommt immer anders als man denkt. Statt trockenem Theorie-Beamer-Folien schauen galt es dieses Jahr die Themen, soweit möglich, praktisch um zusetzen und so die Theorie zu festigen.
Nach der unumgänglichen Unfallverhütungsvorschrift durften heute alle mal eine Runde würfeln. Die Spannung stieg – welches Team erreicht zuerst die goldene Linie? Neben taktischen Überlegungen welcher Stein wie gesetzt wird, galt es natürlich auch Fragen zu beantworten, alle aus dem Bereich „Einsatzsituationen und Einsatzablauf“. Manches Team erwischte immer leichte Fragen (z.B. zur Ausrüstung des Hundes), andere grundsätzlich die schwereren (Verhaltensmuster verschiedener Altersgruppen) – Würfelpech-bzw. Glück. Einige Fragen kamen auch mehrmals vor, da sich alle verschätzt hatten. Am Ende löste Ramona alle noch offenen Fragen auf und die Sieger wurden geehrt.

Als nächstes stand die Einsatztaktik auf dem Plan. Hierzu bekamen wir von Jana eine Hand voll Übersichtskarten in die Hand. Auch hier wurde in Teams gearbeitet. Es mussten anhand vorgegebener Koordinaten Treffpunkte auf der Karte gesucht werden, oder andersrum von bestimmten Punkten die Koordinaten herausgefunden werden. Auch die Entscheidungen wann welches Team eingesetzt wird galt es heraus zu finden, genauso wie das Erkennen von Gefahren im jeweiligen Suchbereich. Ein weiteres Problem stellte das Einteilen von Suchgebieten, was sich schwerer erwies als anfangs gedacht. Doch auch hier wurden alle Fragen geklärt und es konnte zum nächsten Thema gehen.

Das wohl umfangreichste Thema hat dieses Jahr Jule (in Zusammenarbeit mit ihrem Freund) gezogen und ausgearbeitet. Zunächst galt es einige grundlegende Dinge beim Herangehen an einen Verletzten bzw. eine vermisste Person zu klären. Nachdem das wieder aufgefrischt wurde, ging es an die Praxis. Anfangs übten wir alle, je nach Ausbildungsstand, die stabile Seitenlage und die Helmabnahme. Danach mussten wir dann, wieder im Team, verschiedene Einsatzszenarien durchspielen. Vom gebrochenen Schienbein eines Fußballspielers, über einen ausländischen Bürger mit Brustschmerzen bis hin zum Verkehrsunfall mit mehreren Betroffenen konnte alles geübt werden. Hier zeigte sich schnell, wie wichtig manche Informationen sein können (Krankentransport oder Rettungsdienst alarmieren? – auf welche Seite drehe ich Patienten? – wie schiene ich einen Knochenbruch? – was gehört in einen Notruf? – wie verständige ich mich mit Patienten, die kein Deutsch sprechen?)

Der Tag hat uns gezeigt – obwohl wir alle alles schon mindestens einmal gehört haben, zeigt sich doch immer wieder die oder andere Lücke. Genau aus diesem Grund ist eine regelmäßige Auffrischung der ganzen Theorie extrem wichtig. Und der Tag hat uns gezeigt, dass Theorie auch viel Spaß machen kann. Vielen Dank an alle, die sich so intensiv auf ihre zugeteilten Themen vorbereitet haben – es war ein sehr gelungener Tag.

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